Basta – Wir sind wie wir sind retweet

William Wahl, Andreas Hardegen, Thomas Aydintan, René Overmann und Werner Adelmann sind BASTA. BASTA haben hart an sich gearbeitet, sich gequält und sich geschunden, um ihr Credo, maximale Musik mit minimalen Mitteln zu machen, in neue, ungeahnte Höhen zu treiben. Es gibt noch mehr Wortwitz, mehr Gefühl, mehr subversives Können, mehr Bosheit, mehr Bildung und – seit der Mehrwertsteuererhöhung vom letzten Jahr – mehr Mehrwert!.

Das BASTA-Erfolgsrezept liegt neben der schlagenden Live-Präsenz in der starken und spielerischen Verbindung von Musik, Wort und Komik. William Wahl komponiert und schreibt die meisten Lieder. Sein Talent, den Texten ihre einzigartige Doppelbödigkeit und punktgenaue Ironie zu verleihen, erinnert an die schnoddrige Wortkunst eines Friedrich Hollaender oder Joachim Ringelnatz, die ebenfalls in ihrer Zeit große komische Lieder schrieben. Dieses Sprachgespür und die Liebe zur Selbstironie verbindet Wahl mit eingängigen Pop-Melodien oder Parodien auf Rammstein oder Gangsta Rap.

Musikalisch bedient sich das – so sieht es sich selbst – nebenbei auch noch zum Anbeißen schöne Quintett der verschiedensten Formen von Pop, Reggae, Jazz, Chanson, Rock, Gangsta Rap, HipHop, Schlager, Comedy, Latino-Schmonzette, Kabarett, Cabaret, bis hin zu Klassik und Clownerie, Hillbilly, Disco und – haben wir was vergessen? – ach ja, A Cappella. Denn BASTA machen Musik ohne Instrumente, nicht weil sie es nicht können, sondern weil sie es wollen.

Damit setzt BASTA ein Zeichen: Wie sagte schon der berühmte Architekt Mies van der Rohe: „Weniger ist Mehr!“ Wenn man es kann. BASTA kann es. Allerdings sind die Fünf keine in Motten-Fracks gepresste A Cappella-Band, die angestaubte Retro-Lieder singt. Das klassische A Cappella haben BASTA überwunden und modernisiert. BASTA ist frisch, anders, das kann man hören, sehen und fühlen. BASTA ist das Beste, was Deutschland in diesen komischen Zeiten passieren konnte. BASTA ist die Rettung. BASTA ist auf einer Mission, denn es geht um vieles – um die Liebe,um den Fußball, und auch schon mal um das Laminat. BASTA.

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung gibt es auch unter
http://www.basta-online.de

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  • geschrieben am 15. August 2008
  • Richard Thiel von Richard Thiel
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2 Kommentare zu “Basta – Wir sind wie wir sind”

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  1. Andreas Bongartz/Aachener Zeitung sagt:

    Würselen. Der sechsjährige Steven ist ganz aus dem Häuschen, lange hat er darauf gewartet, jetzt ist es so weit: Mit Mama Melanie und Papa Michael Obler sitzt der Dreikäsehoch in der ersten Reihe beim Basta-Konzert und rutscht ganz unruhig auf seinem Stuhl hin und her, in seiner Hand hält er einen blauen Leuchtstab.

    Als dann endlich Rene Overmann, Werner Adelmann, William Wahl, Andreas Hardegen und Thomas Aydintan die Bühne von Burg Wilhelmstein betreten, macht der kleine Junge auch ausgiebig Gebrauch von seinem leuchtenden Spielzeug, schwenkt ihn hin und her, immer im Takt zur Musik der fünf Vokalisten.

    Steven ist bester Laune, genau wie etwa 1000 weitere Besucher des Basta-Konzerts. Das Konzert ist ausverkauft, die Ränge der Burg voll besetzt Da machen sogar die Musiker große Augen: «Das letzte Mal war hier aber noch nicht so viel los», freut sich etwa William Wahl, Komponist und Herz des Quintetts, gleich zu Beginn des Auftritts.

    Basta sind Wiederholungstäter, am Wochenende gastierten sie zum nunmehr fünften Mal auf Burg Wilhelmstein und genauso wie die A-Cappella-Gruppe aus Köln selbst sind die Fans der Band ebenfalls überzeugte Wiederholungstäter. Viele der Konzertbesucher haben Basta bereits auf der Burg gesehen und auch weitere Auftritte der Gruppe besucht.

    Wie Karin Josephs und Stefan Rattay. Für die Beiden ist es das vierte oder fünfte Mal, dass sie Basta live erleben – so genau weiß das die 27-jährige Karin schon gar nicht mehr. «Die Lieder sind halt super lustig und das Programm ist nicht so starr, es wird viel improvisiert», begründet sie ihre Vorliebe für die Musik der Fünf.

    Stimmt, beim Konzert der Vokalisten wissen nicht nur die gekonnt vorgetragenen Musikstücke zu begeistern, auch das Zwerchfell des Publikums wird in Anspruch genommen: Bei Basta verschwimmen die Grenzen zwischen Musik und Comedy.

    Aus jedem Song und jeder Ansage – die Musiker zeigen sich zwischen ihren Stücken sehr redselig – trieft nur so der Wortwitz. Dieser ist zuweilen recht boshaft und klamaukig, aber stets niveau- und humorvoller als die Eskapaden mancher großer deutscher Comedians.

    Hier werden etwa zwischenmenschliche Beziehungen hintergründig besungen, wenn es in dem Lied «Du tropfst» um Parkettschäden geht, oder man zeigt sich sozialkritisch, wenn man mit in die Luft gereckter Faust dem Publikum ein zungenbrecherisches «Wir sind gegen die Benachteiligung von Mitmenschen mit Hautproblemen am Arbeitsplatz» entgegen ruft. Da bleibt beim Publikum kein Auge trocken.

    Ebenso strapazieren die immer wieder eingestreuten Parodien des Quintetts die Lachmuskeln ihrer Fans. Etwa beim Aufeinandertreffen von Dean Martin und Madonna, wenn Rene Overmann mit rauchiger Stimme «Like a virgin» interpretiert oder wenn Thomas Aydintan die deutschen Hardrocker Rammstein persifliert und im Supermarkt auf die Suche nach Blutwurst geht. Das Publikum dankt es nach gut zwei Stunden mit tosendem Applaus und lässt Basta folgerichtig nicht ohne Zugabe von der Bühne.

  2. Andreas Bongartz/AZ sagt:

    Bardenberg. Gummibärchen und Chips werden im Innenhof der Burg Wilhelmstein gereicht. Man hat es sich gemütlich gemacht, mit Kissen und Decken und allerlei Snacks. Das Konzert der Kölner A-Cappella-Gruppe Basta gleicht schon fast einem Familienausflug mit Picknick.

    So ist etwa der sechsjährige Steven mit seinen Eltern nach Würselen gekommen, um endlich einmal Basta zu sehen. «Wir haben seit Ende Juni die neue Basta-DVD – und die läuft bei uns eigentlich jeden Tag», erzählt Mutter Melanie Obler. Seitdem löcherte der Dreikäsehoch seine Eltern mit der ständig wiederkehrenden Frage: «Wann können wir einmal zum Basta-Konzert gehen?»

    Jetzt war es so weit: Als kleines Präsent zur Einschulung haben Mama Melanie und Papa Michael Steven den Konzertbesuch geschenkt, und der kleine Junge ist ganz aus dem Häuschen. Während es für ihn das erste Basta-Konzert ist, ist der Auftritt der A-Cappella Gruppe am Wochenende für viele ein Wiedersehen – auch deswegen ist es eine Art Familienausflug: So waren Basta selbst schon mehrmals in der Region zu sehen, am Wochenende gastierten sie zum fünften Mal auf der mit 1000 Zuschauern ausverkauften Burg.

    Karin Josephs und Stefan Rattay sind – wie viele Zuhörer im Publikum – treue Fans. Die beiden haben Basta schon vier oder fünf Mal gesehen – so genau weiß das die 27-jährige Karin gar nicht mehr. «Die Lieder sind halt super lustig und das Programm ist nicht so starr, es wird viel improvisiert», begründet sie ihre Vorliebe für die Musik der Fünf.

    Stimmt, beim Konzert der Vokalistengang wissen nicht nur die gekonnt vorgetragenen Musikstücke zu begeistern, auch das Zwerchfell des Publikums wird in Anspruch genommen. Bei Basta verschwinden die Grenzen zwischen Musik und Comedy.

    Aus jedem Song und jeder Ansage – die Musiker zeigen sich zwischen ihren Stücken redselig und publikumsnah – trieft nur so der Wortwitz. Dieser ist zuweilen recht boshaft und klamaukig, aber stets niveau- und humorvoller als die Eskapaden einiger populärer deutscher Comedians.

    Da werden etwa zwischenmenschliche Beziehungen hintergründig besungen, wenn es in dem Lied «Du tropfst» um Parkettschäden geht, oder man zeigt sich sozialkritisch, wenn man mit in die Luft gereckter Faust dem Publikum ein zungenbrecherisches «Wir sind gegen die Benachteiligung von Mitmenschen mit Hautproblemen am Arbeitsplatz» entgegenruft. Da bleibt beim Publikum kein Auge trocken.

    Das Publikum dankt es nach gut zwei Stunden mit tosendem Applaus und lässt Basta folgerichtig nicht ohne Zugabe von der Bühne. Diese interpretieren kurzerhand Billy Joels «For the longest time». Ganz ohne Mikrofone füllen sie den Innenhof der Burg Wilhelmstein alleine mit ihren wandelbaren Stimmen aus – eine starke Vorstellung.

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