Archive für 2009

Costo Rico retweet

Costo Rico wurde in einem kleinen, feuchten Keller geboren. Vielleicht hat die Band schon deshalb so zielstrebig das Rampenlicht gesucht. Dort glänzt sie nun, denn verstaubt oder düster ist rein gar nichts an dieser jungen, neunköpfigen Truppe. Ihre Musik, eine gelungene Verbindung von Rumba, Reggae, Ska, Funk, Samba und karibischen Einflüssen ist äußerst frisch und energiegeladen. In der Mestizo-Szene Barcelonas gelten sie als die vielversprechendsten Newcomer des letzen Jahres. Auch Manu Chao wurde auf die Band aufmerksam. Er zählt Costo Rico zu den besten Bands Barcelonas, wie „La Colifata“ beweist, ein von ihm zusammengestellter Sampler, der eben diese Bands vorstellt.

Auf der Bühne sind Costo Rico pure Energie. Mit zwei Percussionisten, zwei Gitarren, Trompete, Saxophonen und dem wunderschönen Gesang von Frontfrau Meri bringen sie jede Hüfte zum Schwingen. Und den Aachener Markt.

Haydamaky – Kobzar retweet

Früher zogen in der heutigen Ukraine blinde Sänger wie die mittelalterlichen Troubadoure von Ort zu Ort, spielten die Bandura und sangen ihre Balladen von ruhmreichen und freiheitlichen Kosakenzeiten. In dieser Tradition sehen sich auch Haydamaky – nur eben mit modernen und zugegeben lauteren (im Gegensatz zu leisen) Mitteln. Berühmt geworden in den Tagen der Orangen Revolution, zählen sie inzwischen zu den bekanntesten und beliebtesten Bands in der Ukraine; sie überzeugen durch ihre musikalische Meisterschaft, die sie auf unzähligen Konzerten und Festivals in Westeuropa, in Fernsehreportagen und Beiträgen zu diversen Compilations unter Beweis gestellt haben.

Mit Schlagzeug, Gitarre und Bass steht die Rockwand, an die ukrainische Ornamente projiziert werden. So erzeugen Haydamaky ihre magischen Epen. Mal ausgelassen tanzend, mal tief berührend mit feinsinnigen und musikalisch komplexen Balladen. Doch die Band geht weiter und integriert Dub, Ska und Rap in ihr Spektrum. Denn Haydamakys Vision von Weltmusik ist ein Brückenschlag vom Früher ins Jetzt und von Ost nach West.

Tribute To Monty Python retweet

Die vielleicht verückteste Band der Welt! Angeführt von Bob Kerr (Saxophone, Posaunen, alles mit Saiten, Flügelhörner, Teekanne und Vocals), der mit seiner Musik den Globus bereist hat, versehen mit einer credit-list, die von solch erleuchteten Ensembles wie The Temperance Seven über die Bonzo Dog Doo-Dah Band bis zur New Vaudevillle Band mit ihrem Welthit Winchester Cathedral reicht. Weiterhin besetzt mit dem Sounddesigner der berühmten Muppets-Show, Prof. Percival (Klarinetten, Saxophone, Flügelhörner, Autohupen und einfach alle Geräusche). Man nennt ihn auch den Stephane Grapelli der singenden Säge. Vervollständigt wird das kleine Orchester durch Malcolm Sked, Bert Lamb und Henri Harrison (alle ALLE Instrumente), und zusammen bieten diese 5 Musiker und Comedians eine Show zwischen zwerchfellerschütterndem Klamauk, britischster Komik und dabei höchster Musikalität unter dem Titel „Tribute to Monty Python“. Always look on the bright side of life!

Die KommMitManns retweet

Die Komm’Mit Mann!s – das heißt: 60er Jahre Soul vom Feinsten! Schweißtreibende Grooves, schmachtende Balladen, gestochene Bläsersätze, fulminante Chöre und mit Chris Tanzza als Leadsänger die schwärzeste Stimme des Ruhrgebiets.

Längst als legitime Nachfolger der Leinwandvorbilder aus Alan Parkers Kino-Kultfilm „The Commitments“ etabliert, touren sie durchs In- und Ausland, die Bewahrer der (vorwiegend „klassisch“ ausgerichteten Stax-) Soulmusik, und sie sind so zu DER deutschen Soul-Formation der Republik avanciert. Nun sind sie bei uns, um den Sommer nach dem stressigen Wahlkampf soulig ausklingen zu lassen. Mit Klassikern von Otis Redding, Ray Charles, Wilson Picket und den außergewöhnlichen Stimmen von neben Chris Tanzza der German Queen of Soul Jane Palmer, Renate Otta und der wunderbaren Katja Kutz.
Und die Botschaft ? “We’re feelin’ kinda soulsick, but the crowd called out for more!”.

Hells Kitchen retweet

Sie jazzen und rappen sich in ganz Deutschland den Hintern wund, und eigentlich kann keiner mehr behaupten, er habe die Kantine ohne eigene Schuld leider verpasst. Bloß in Aachen waren sie bisher noch nicht. Dabei ist diese Band eigentlich immer für Überraschungen gut.
Nach der erfolgreichen Fusion von Jazz, HipHop, deutschsprachiger Soulmusik und etlichen Theatermusiken spielt die Jazzkantine nun auch Versionen großer Rock- und Metal-Klassiker der 80er, wobei sich das Groove-Kollektiv um Produzent und Bassist Christian Eitner gewohnt aufgeschlossen und experimentierfreudig zeigt. Die Institution in Sachen Crossover und stilvollem Miteinander verschiedenster Richtungen unter der Perspektive jazzig arrangierter, rockig gespielter und hiphopmässig gerapter Musik.