Archive für 2010

Kulturstiftung Würselen startet neu! retweet

Eine lebendige Stadt braucht kulturelles Leben. In Würselen ist viel Kultur zu Hause, Menschen jeder Altersstufe sind selbst kulturell aktiv und/oder beteiligen sich am kulturellen Leben der Stadt. Deswegen hat eine Gruppe von interessierten Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt unter der schwungvollen Federführung des Würselener Politikers und Parlamentarischen Staatssekretärs a. D. Achim Großmann beschlossen, die seit Jahren vor sich hin dümpelnde Kulturstiftung Würselen neu zu beleben. Wie und wodurch das geschehen soll, darüber informiert unter anderem ein gut gemachter Internetauftritt, den man hier besichtigen kann.

Wir von der Burg Wilhelmstein möchten die Aktivitäten und das Engagement um die Stiftung durch eine konkrete Zusammenarbeit unterstützen, indem wir zusammen mit der Kulturstiftung eine Veranstaltung im Rahmen des Sommerprogramms bei uns anbieten. Und zwar wird am 20. August 2011 der in Würselen geborene Akkordeonist, Komponist und Produzent Manfred Leuchter mit handverlesenen Gästen und seiner Band ein Konzert für Sie, uns und die Stiftung geben. Mehr Informationen und die Tickets dazu gibt es hier.

WDR-Lesenacht erneut auf Burg Wilhelmstein retweet

Einmal im Jahr – um die kürzesten Nächte des Jahres herum – veranstaltet der WDR Köln seine Eine literarische Lesenacht. Und zwar am 9. Juli 2011 um 20 Uhr bereits zum zweiten Mal zu unserer Freude mit uns auf der Burg Wilhelmstein. Roger Willemsen und Martin Stankowski präsentieren die Mammutveranstaltung, die bis 3 Uhr in der Frühe dauert und live im Radio übertragen wird. Wer alles weiterhin mitwirkt, wird in Kürze hier bekannt gegeben.

Wer schon einmal wissen möchte, wie die Veranstaltung 2010 so ausgesehen hat, kann die schöne Fotostrecke betrachten, die der WDR in’s Netz gestellt hat. Zur Galerie:

Zu den Tickets für die WDR-Lesenacht 2011 geht es hier.

Tschüs hallo! retweet

Liebe Freundinnen und Freunde der Burg Wilhelmstein,

auch wenn unsere diesjährige Open-Air-Veranstaltungssaison nun vorbei ist, sind wir nicht untätig. Nach einer kleinen Erholungspause arbeiten wir an kommenden Veranstaltungen, die wir Ihnen in Kürze an dieser Stelle vorstellen werden. Bis dahin möchten wir Sie gelegentlich und unrepräsentativ hier auf unserer website mit Tipps zu Events versorgen, die uns auffallen. Es lohnt sich also, ab und zu mal reinzugucken. Dann fangen wir mal gleich damit an.

Am kommenden Freitag, dem 1. Oktober, spielt ein legendärer deutscher Musiker mit seiner aktuellen Band im Aachener FRANZ. Hellmut Hattler, der Kraan-Bassist, der nie stehenbleibt und immer etwas Aussergewöhnliches schafft. Sehen und hören Sie selbst:

Es lohnt sich, hinzugehen. Alle weiteren Infos dazu finden Sie hier.

Eine gute Woche später, am Samstag dem 9. Oktober gibt es ein Konzert mit Christoph Leuchter. Viele Burgbesucher kennen ihn als Leiter des Neuen Chores, der in diesem Jahr auf der Burg bei Sch….wetter ein mitreißendes Konzert spielte. Heute präsentiert er im Industriemuseum Zinkhütter Hof in Stolberg mit seiner Band sein eigenes Programm, das sicher sehr viel von seiner neuen CD hören läßt. Weiterführende Info dazu hier.

Viel Spass dabei wünscht das Team der Burg Wilhelmstein.

Aachen September Special mit Burg Wilhelmstein retweet

Liebe Freundinnen und Freunde der Burg Wilhelmstein,

unsere diesjährige Burg-Saison geht zu Ende. Wir vom Team möchten uns bei den Künstlern bedanken, bei den helfenden Händen vor, auf und hinter der Bühne und vor allem bei Ihnen, unserem Publikum. Wir arbeiten bereits an der Saison des kommenden Jahres, und ab Spätherbst werden wir die ersten Ergebnisse hier auf unserer Seite Ihnen vorstellen. Wenn Sie es solange nicht ohne uns aushalten – was wir uns wünschen, dann besuchen Sie uns doch vom 16.-19.September auf dem Aachener Markt vor dem Rathaus, wo wir Ihnen im Auftrag des MAC und der Stadt Aachen im Rahmen des Aachener September Special weitere schöne Konzerte – wie z.B. das mit den kultigen Bluegrass-Artisten Hayseed Dixie aus USA bei freiem Eintritt präsentieren können.

Mehr zu diesem bei aller Spassigkeit hoch virtuosem Act finden Sie hier und alles zum Programm der vier berechtigterweise so zu nennenden tollen Tage dort. Wir wünschen Ihnen dabei viel Vergnügen.

Konrad Beikircher: Darum ist es am Rhein so schön retweet

Von Ernst Hubert Gier – Aachener Zeitung/Aachener Nachrichten

Würselen. «…und singt ein Lied dabei». Mit dieser berühmten Zeile aus dem Gedicht «Die Lore-Ley» des in Düsseldorf geborenen Dichters Heinrich Heine stieß die rheinische Frohnatur mit Südtiroler Wurzeln, Konrad Beikircher, auf der Burg Wilhelmstein die Tür zu einem Rheinliederabend der ihm eigenen Art weit auf. Dabei stimmten die begeisterten Zuhörer trotz empfindlicher Kühle mehr als einmal ein Rheinlied – auch unaufgefordert – mit ihm an, nachdem er zuvor hintersinnig und lustig zugleich nachgezeichnet hatte, was der Rhein im Laufe seiner Geschichte so alles hatte über sich ergehen lassen.

Sein Streifzug ging aber nur bis kurz vor Düsseldorf, wobei die Einwohner der Landeshauptstadt gnadenlos, aber nie verletzend, immer wieder ihr Fett abbekamen. Beikircher hatte die herzhaften Lacher seiner aufmerksamen Zuhörer auf seiner Seite.

Obwohl man Dinge, mit denen man aufgewachsen ist, nicht hinterfragt, ging Beikircher ihnen in seinem kabarettistischen Streifzug historisch tief auf den Grund. Was er dabei in verschiedenen Dialekten und auch Sprachen hervor förderte, verleitete die Zuhörer nicht nur zum Schmunzeln, sondern auch zum lauthalsen Lachen, verbunden bei lautstarken Beifallsbekundungen.

Als Meister geistreicher Wortspielereien trumpfte er zwischendurch auch mit spritzigen Kalauern auf. Auf der Suche nach dem Land der schönen Poesie machte er dort, wo der Rhein am schönsten ist, mit einem Lied des Schwaben Georg Schmidt Station. Obwohl es immer «derselbe Driss» ist, machte es Beikircher einen riesigen Spaß, die so oft – auch von Touristen – geschmetterten Rheinlieder inhaltlich auf den Kopf zu stellen.

Dabei veranschaulichte er, dass jedes Rheinlied drei Zutaten hat: Wein, Rhein und Mägdelein. Schöne Frauen beim Wein, daran hatten selbst die Römer zu ihrer Zeit ihren Gefallen gefunden. Beikircher führt eine Lektion Geschichte immer im Gepäck mit sich. Sein römisches Legionärslied hatte durchschlagende Wirkung. Das Publikum kugelte sich vor Lachen.

«Warum ist es am Rhein so schön?» Diese Frage beantwortete er nicht minder fesselnd im Stile eines singenden russischen Kosaken. Konrad Beikircher ein Entertainer par excellence! Es hätte etwas im Programm gefehlt, wenn er sich nicht dem größten Sohn des Rheinlandes, «uns Ludwig (van Beethoven)», gewidmet hätte. Aus lauter Heimweh komponierte er «unter Fehleinschätzung der Marktlage» in Wien Rheinlieder. Heraus sprang am Ende eine Klaviersonate. Und daraus wurde, wie rheinische Musikwissenschaftler herausfanden, «Einmal am Rhein».

Der Kabarettist der alten Schule griff vor lauter Hochachtung selbst zur Geige. Auf seiner Rundreise wurde er begleitet von grandiosen Musikern wie Matthias Raue (Geige, Bratsche, Gitarre, Mandoline, Gesang), Martin Wagner (Akkordeon vom Feinsten) und Hanns Höhn (Kontrabass). Am Ende des Abends, der eine Hommage an das «richtige» Rheinlied und damit zugleich an das Rheinland war, zeigte sich, dass es im Rheinland auch wunderbare und echte Heimatlieder gibt. «Man muss sie nur etwas leiser als gewohnt singen, dann stimmt et!»